26. März 2015

Couscous-Salat ...

und die Erklärung, warum es hier zur Zeit so ruhig ist, und wohl auch in den nächsten Monaten so ruhig bleiben wird.

Seit Silvester habe ich mich hier nicht mehr gemeldet, was nicht unbedingt daran lag, das ich keine Lust hatte oder keine Ideen, das ich nicht gekocht, gebacken, gebastelt oder dekoriert hätte ... aber, ich hatte für all das keine Zeit und/oder keinen Kopf. Denn seit ein paar Monaten werfen hier große Ereignisse ihren Schatten vorraus. Geplant ist dieses "Großprojekt" schon seit über einem Jahr und bis das alles dann mal soweit ist, das man sagen kann, außer Kosten sieht man auch mal was, ja, der vergeht die Zeit ... mit dem Warten auf Bescheinigungen, Terminen, Unterlagen, ... und irgendwie denkt man zwischen durch ... hätten wir uns das nur anders überlegt ...

Wer von euch stolzer Besitzer eines eigenen Hauses ist, und dieses auch noch selbst gebaut hat, kann sich bestimmt schon denken was wir uns aufgehalst vorgenommen haben: Wir bauen ein Haus! Und dieses Jahr geht es endlich los! Das Budget ist knapp, wir müssen wollen viel selber machen und haben den Wunsch, dieses Jahr Weihnachten im eigenem Heim zu feiern. Ob der in Erfüllung geh? Ich bin mir nicht so sicher! Aber wir sind Optimistisch!


Darum wird es hier in nächster Zeit auch recht ruhig bleiben, es sei denn mich packt es, euch vom Baufortschritt zu erzählen und überhaupt alles über das Projekt, seine Tücken und Pannen bisher ... aber da muss ich mir schon sicher sein, das es überhaupt jemanden interessiert. Denn das alles ist schon sehr privat und fällt mir daher schwer. Obwohl so ein Blog ja im Grunde ein Tagebuch ist ... das ist schon so eine Sache mit dem öffentlich leben.

Lieber verrate ich euch heute eins meiner Lieblingsrezepte für einen schnellen und gesunden Salat.


Die meisten von euch haben sicher schon einmal Couscous gegessen, meine liebste Arbeitskollegin nicht. Darum hatte ich ihr versprochen, ich mache einen Couscous-Salat und sie bekommt ne ordentliche Portion ab. Normalerweise mache ich diesen Salat im Sommer, zum Grillen ... aber eigentlich schmeckt er das ganze Jahr über. Dafür gibt es auch kein extra Rezept, denn ich mache diesen Salat meist nach Gefühl und mit den frischen Zutaten, die es gerade so gibt. Was ich aber fast immer ähnlich mache, ist das Dressing!

Falls ihr also Lust habt, so kurz vor Ostern und der vielen Schlemmerei noch einmal etwas gesundes und frisches zu essen, dann würde ich euch meinen Couscous-Salt echt empfehlen.


Ich hoffe ihr bleibt mir auch weiterhin treu ... denn ich bin sehr optimistisch, das mit den eigenen 4 Wänden, ordentlich Platz und einem eigenen Computer Zimmer für mich auch wieder mehr Zeit und Muse für den Blog raus springt. Und sollte es doch jemanden interessieren, wie das so ist, ein Haus zu bauen, dann sagt es mir und ich erzähle es euch. ;-)



Bis dahin genießt den Frühling und lasst euch den Couscous-Salat schmecken!




31. Dezember 2014

{Zum Jahreswechsel} - Silvester-Schoko-Cupcakes

Ich hoffe ihr habt alle ein wunderschönes, ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest im Kreise eurer Lieben verbracht. Und kaum sind die ersten Feiertage vorbei, stehen die nächsten vor der Tür.

Und die, das gebe ich jetzt hier mal so ganz offen und ehrlich zu, die mag ich so gar nicht. Ich habe für Silvester und Neujahr überhaupt nichts übrig. Wenn es nach mir ginge, könnte man die getrost aus der Liste der Feiertage streichen. Warum? Das weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht so genau. Vielleicht weil ich nicht so das "Partygirl" bin und ich lieber einen ruhigen, gemütlichen Abend auf der Couch verbringe. Vielleicht auch, weil es mir echt missfällt, das es Menschen gibt, die jedes Jahr zig Euros für Feuerwerk ausgeben (meist sind das genau die Menschen, die das ganze Jahr rum jammern das sie kein Geld haben) und das Geknalle und Gezische den meisten Tieren einfach nur Angst macht. Auch ich persönlich kann dem so gar nichts abgewinnen. Für mich ist das so, als würde ich den 100 Euro-Schein gleich so anzünden.


Mal ganz davon abgesehen, was ändert sich denn einen Tag später? Gar nichts! Alle guten Vorsätze sind eine Woche später vergessen. Will ich mein Leben wirklich ändern, brauche ich dafür kein Silvester ... denn das kann ich an jedem anderen Tag des Jahres genauso gut.

Wenn jemand allerdings an den Feiertagen arbeiten muss, dann habe ich dafür natürlich den größten Respekt. Meine Mutter arbeitet im Altenpflegeheim, und muss Silvester zur Frühschicht. Der Mann meiner Freundin arbeitet im Krankenhaus und muss Silvester zur Spätschicht und mein Mann, der Polizist, muss Neujahr zur Frühschicht ... Während wir feiern und es uns gut gehen lassen, müssen viele Menschen arbeiten und viel Familien auf eben diesen jemand verzichten.


Wenn es sich jetzt diese Leute auf Arbeit etwas schön und feierlich machen, dann finde ich das gut. Darum war ich auch sofort "Feuer und Flamme" als mich meine Mutter gestern Abend gebeten hat, ihr ein paar Cupcackes zu backen. Am Silvestertag bringt jeder der Kollegen etwas mit, und dann wird gemütlich gefrühstückt. Also habe ich ein Blech Schoko-Cupcakes gebacken und die, passend zu Silvester dekoriert. Denn wenn ich ganz ehrlich bin, ich würde schon ganz gern mal eine Silvesterparty ausrichten und für lecker Essen und einer tollen Deko sorgen. Das wäre wiederrum genau mein Ding! ;-) Aber da es das nicht gibt, und wir es uns zu Hause kuschlig machen, habe ich wenigstens die Silvester-Cupcakes ordentlich aufgehübscht.



Für die Deko habe ich Palmwedel, die man für Cocktails oder Eisbecher verwendet, als "Feuerwerk"-Ersatz in die Cupcackes gesteckt und ein paar Kleeblätter gebastelt. Für die Kleeblätter habe ich ein quadratisches Stück Papier 2 mal gefaltet und dann Herzförmig ausgeschnitten. Dann noch mit Goldstift Neujahrswünsche drauf geschrieben und mit Klebeband an einen Zahnstocher geklebt. Meine Mutter war total begeistert. Und ich hoffe ihre Kolleginnen im Pflegeheim sind das auch.


Wenn ihr jetzt auch noch was süßes für eure Silvesterparty braucht, habe ich hier das Rezept für meine Silvester-Schoko-Cupcakes



Und mit diesem süßen Glücksfeuerwerk verabschiede ich mich auch für dieses Jahr und wünsche euch allen einen guten Rutsch und ein wunderschönes und erfolgreiches Jahr 2015!


Prost und Happy New Year!!

14. Dezember 2014

Feines zum Advent - Schneller Schüttelstollen

Hier im Erzgebirge gehört er einfach zu Weihnachten, wie Engel und Bergmann, Pyramide, Nussknacker und Räuchermännchen - der Stollen.


Ich kann mich noch gut daran erinnern, das meine Oma immer zum ortsansässigem Bäcker pilgerte um dort ihre Stollen zu backen. Sie hat nicht, wie die normale Hausfrau heute, mal eben 2 Stollen gebacken. Nein, es waren immer gut 10 Stück. Die hätte der heimische Ofen nie geschafft. Darum sind so gut wie alle Frauen des Dorfes mit ihren Stollenzutaten (die zum Teil aus dem "Westen" kamen, denn in der DDR waren Rosinen, Citronat und Co schwer zu bekommen) zum Bäcker. Rückblickend würde ich behaupten, es ging dabei nicht nur um das backen des Stollens, sondern durchaus auch um den Austausch des neuesten Klatsch und Tratsch. Ein Teil der von Oma gebackenen Stollen, traten eine durchaus weite Reise an und wurden zu Verwanden und Bekannten in den Westen geschickt. Angeschnitten wurde der erste auch immer erst an Heiligabend. Und der letzte wurde immer bis Ostern eingelagert ... vielleicht hat es aber auch immer nur so lange gedauert, bis die vielen Stollen gegessen waren.


Jedenfalls macht so ein echter Stollen von Oma unheimlich viel Arbeit. Mein Mann isst keinen Stollen, einfach aus Prinzip. Ich mag ihn nicht besonders, da ich kein Trockenobst mag ... und das Tochterkind isst keinen, weil Mama und Papa ihn nicht mögen. Aber trotzdem habe ich bisher jedes Jahr einen kleinen Stollen gekauft. Weil er einfach zu Weihnachten dazu gehört. Dieses Jahr bin ich im Internet über das Rezept für einen Schüttelstollen gestolpert und das war so einfach und simpel, dass ich das unbedingt probieren musste.


Als sich dann beim Backen überall dieser köstliche Butter-Zimt-Kardamom-Muskat-Duft verbreitete, hätte ich am liebsten die Ofentür aufgerissen und den Stollen noch warm vernascht. Denn ja, zugegeben, gerochen hat es lecker! Aber nix da. Erst wird er mit ordentlich Butter eingepinselt und dann mit Kristallzucker bestreut.


Abgekühlt verschwindet erst mal unter einem Berg Alufolie. Fest darin eingeschlagen darf er jetzt an einem kühlen Ort durchziehen. Zwei Wochen wären ideal. Eine Woche muss es mindestens sein. Das steht zwar so nicht im Rezept, aber Oma hat da immer viel Wert darauf gelegt. Denn je länger er zieht, umso intensiver verbinden sich die Aromen.


Aber extra für euch habe ich den Stollen schon einen Tag später angeschnitten. Übrigens kam der Stollen aus dem orginal Rezept etwas prusitisch daher, darum habe ich ihn noch mit Mandeln und etwas Christstollengewürz gepimpt. Vorallem ohne letzteres hätte mir persönlich das "Weihnachten" im Geschmack gefehlt.


Normalerweise legt man Rosinen, Zitronat und Orangenat über Nacht in ordentlich Rum ein. Aber außer Wodka war nix Hochprozentiges im Haus. Da ich mir dann doch nicht vorstellen konnte, das sich Wodka gut im Stollen macht, habe ich alles in Apfelsaft eingelegt.

Für alle die jetzt mal noch eben schnell einen Stollen für Weihnachten backen wollen, habe ich hier mein

Rezept für Schüttelstollen


Zutaten:
500 g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker
1 Packung Backpulver
100 g Zucker
1 Prise Salz
250 ml Milch
100 g Mandelsplitter
150 g Rosinen (1 Nacht in Rum eingelegt )
1 Packung Zitronat
1 Packung Orangenat
250 g Butterschmalz
1 Flasche Bittermandelaroma
1/2 Packung abgeriebene Zitronenschale
1 Tl Christstollengewürz

Citronat, Orangeat und Rosinen vermischen und mit Rum übergießen. Mindestens 4 Stunden, am besten aber über Nacht durchziehen lassen.

Die Milch erwärmen und Butterschmalz darin schmelzen (es darf nicht kochen) anschließend in eine Schüssel mit Deckel geben.
Die restliche Zutaten mit in die Schüssel geben. Deckel fest verschließen (gut entlüften) und dann hochkant die Schüssel schütteln bis aus der Masse ein Kloß wird.
Dann den Kloß auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben in die Stollenform bringen und ca 40-45 Minuten bei 180 °C backen.

Den Stollen noch warm mit flüssiger Butter bepinseln und dick mit Zucker bestreuen. Abkühlen lassen und dann in Alufolie einschlagen. Am besten noch einmal 1-2 Wochen an einem kühlen Ort ruhen lassen - erst dann entfaltet der Stollen sein ganzes Aroma.




Ich wünsche euch allen einen schönen 3. Advent!